Orthokin

Die Orthokin-Therapie

Bei der Orthokin-Therapie handelt es sich um ein Verfahren, bei dem aus Patientenblut mit Hilfe spezieller Blutentnahmeröhrchen (EOT-Spritzen) ein Serum mit erhöhten Konzentrationen anti-inflammatorischer Zytokine hergestellt wird. Dieses "Autologe Conditionierte Serum" (ACS) wird anschließend in einer Serie von Injektionen lokal in die betroffene Region (Gelenk oder Wirbelsäule) reinjiziert.

Grundgedanke der Entwicklung ist die Tatsache, dass das Protein Interleukin-1 (IL-1) einen erheblichen Faktor bei Gelenkerkrankungen und dem Abbau von Knorpelsubstanzen darstellt. Zur Therapie von degenerativen Gelenk- und Wirbelsäulenerkrankungen eignet sich deshalb der natürliche Gegenspieler, der Interleukin-1-Rezeptorantagonist (IL-1RA). Dieser wirkt entzündungshemmend, schmerzlindernd und Knorpel schützend.

Insbesondere bei Arthrose des Kniegelenks und der Hüfte können mit Orthokin-Therapien gute Erfolge erzielt werden. Bei Dreiviertel der Patienten lassen Schmerzen und Entzündungen kurze Zeit nach der Behandlung nach.

Wie bei all diesen Stoffen und Verfahren definiert das Arzneimittelgesetzt (AMG) die Orthokin-Herstellung durch den Arzt als Individualherstellung, da es kein Fertigarzneimittel ist. Die Behandlung ist von der ärztlichen Haftpflichtversicherung abgedeckt.

Wirksamkeit und Sicherheit

Die Wirksamkeit und Sicherheit der Orthokin-Therapie wurde in verschiedenen kontrollierten klinischen Studien nach internationalen Standards untersucht und nachgewiesen. Die Orthokin-Herstellung wird international als eine viel versprechende innovative intraartikuläre Behandlungsmöglichkeiten angesehen und in Fachmagazinen und Lehrbüchern von unabhängigen Experten ausführlich dargestellt.  

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